Das Frühmittelalter, 284--1000 (HIST 210)
Professor Freedman beginnt die Vorlesung mit der Betrachtung, wie Historiker die Bekenntnisse lesen. In diesem Werk gibt Augustinus einzigartige Einblicke in das Leben eines intellektuellen Geistes in der Spätantike, in den Einfluss des Christentums auf das Römische Reich und in die Probleme des frühen Christentums. Die drei wesentlichen doktrinären Anliegen der frühen Kirche waren das Problem des Bösen, die Unterscheidung von Seele und Körper sowie Fragen von Sünde und Erlösung. In den Bekenntnissen sucht Augustinus zunächst Erklärungen für diese Probleme im Manichäismus, dann im (Neo-)Platonismus und schließlich im Christentum. Hinter dieser Erzählung stehen Augustins Ideen des Widerstands gegen Perfektionismus, seine Erhöhung der Gnade und die Vorstellung von Sünde als unauslöschlich, nicht lösbar.
00:00 - Kapitel 1. Warum wir die Bekenntnisse lesen
08:04 - Kapitel 2. Eine kurze Biografie von Augustinus
15:03 - Kapitel 3. Das Problem des Bösen
25:30 - Kapitel 4. Birnen und Augustins Auffassung von Sünde
38:53 - Kapitel 5. Perfektibilität, Sünde und Gnade
Vollständige Kursmaterialien sind auf der Yale Online-Website verfügbar: online.yale.edu
Dieser Kurs wurde im Herbst 2011 aufgezeichnet.